Hormonyoga – Natürlich ins hormonelle Gleichgewicht finden

Frau macht Hormonyoga und entspannt

Hormonyoga ist eine Methode, die anregend auf das Hormonsystem wirkt und so die Hormonbalance wiederherstellen kann. Wie das geht und was es zu beachten gibt, erfährst du in diesem Artikel.

Yoga und seine Wirkungen

Die gesundheitlichen Benefits und positiven Wirkungen des Yoga auf Körper und Geist sind inzwischen nicht nur weltweit bekannt, sondern auch wissenschaftlich belegt. Und der Yoga-Hype der letzten Jahre zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft einen Ausgleich zum immer schneller und immer anspruchsvoller werdenden Alltag braucht.

Eine regelmäßige Yogapraxis hilft uns, flexibler zu werden, Verspannungen abzubauen und Kraft aufzubauen. Yoga stellt eine tiefere Verbindung zum eigenen Körper her und wer sich mit seinem Körper verbunden fühlt, dem gelingt es im Alltag leichter, gesündere Entscheidungen zu treffen und ein besseres Körpergefühl zu erschaffen. Yoga hilft dabei, die Gedanken zur Ruhe zu bringen, erhöht die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für Entspannung auf allen Ebenen.

Es gibt inzwischen so viele Yogastile, dass garantiert jede*r fündig wird. Und nein, für keinen einzigen dieser Yogastile, ist es notwendig, sich verbiegen zu können oder besonders flexibel sein zu müssen. Alles, was du können musst, ist atmen.

„If you can breathe, you can do Yoga.” – Krishnamacharya

Wenn du atmen kannst, kannst du Yoga machen. Dieses berühmte Zitat stammt von Krishnamacharya, einem der bedeutendsten Yogalehrer unserer Zeit. 

Hormonyoga

Hormonyoga ist einer dieser vielen Yogastile und richtet sich – zumindest momentan noch – primär an Frauen.

Es vereint Übungen des Hatha Yoga und des Kundalini Yoga sowie tibetische Energielenkungsübungen. Dabei wird dieser Yoga-Stil bei Hormonproblemen sowohl als natürliche Alternative, als auch als begleitende Maßnahme zu konventionellen Therapien eingesetzt.

In diesem besonderen Yoga-Stil, der von der Brasilianerin Dinah Rodrigues entwickelt wurde, steht eine besondere Atemtechnik im Vordergrund, die während der Übungen praktiziert wird. Diese Blasebalg-Atmung, genannt „Bhastrika“, lässt die Übungen noch dynamischer werden und verstärkt so ihren Effekt.

Wie funktioniert Hormonyoga

Im Hormonyoga fließen also verschiedene Techniken zusammen. Das heißt, dynamisches Yoga vereint sich mit der erwähnten energetisierenden Atemtechnik und wohltuenden Entspannungsübungen, wobei die einzelnen Übungen auf unterschiedliche Hormondrüsen wirken.

Diese Kombination erhöht die Vitalität und steigert das Wohlbefinden. Bei regelmäßigem Üben kann diese Yoga-Art dann auch positiv und ausgleichend auf das weibliche Drüsen- und Hormonsystem wirken.

Die Hormonyoga-Sequenz ist eine Übungsabfolge, die in Kombination mit den erwähnten Atem- und Energielenkungstechniken die Hormondrüsen – Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren und Eierstöcke – stimuliert. Die Übungen übt man zügig hintereinander. Zudem gibt es verschiedene Entspannungsübungen, die beruhigend und wohltuend auf Körper und Geist wirken. Das hilft dabei, das vegetative Nervensystem zur Ruhe zu bringen.

Wann kann Hormonyoga zum Einsatz kommen

Hormonyoga ist eine wunderschöne Möglichkeit, den Körper in seiner Hormonbalance zu unterstützen und kann vielen hormonell bedingten Problemen entgegenwirken.

Vor, während und nach den Wechseljahren verschafft es praktizierenden Frauen Erleichterung, die in dieser Phase mit hormonellen Symptomen wie Hitzewallungen, Gereiztheit oder Schlafstörungen zu kämpfen haben. Das Üben von Hormonyoga kann in dieser besonderen Wandlungsphase auch präventiv wirken.

Ebenso zeigt Hormonyoga eine positive Wirkung bei PMS, Periodenschmerzen oder anderen hormonellen Dysbalancen, wie zum Bespiel dem Ausbleiben der Periode, zu kurzen oder zu langen Zyklen, bei Zwischenblutungen, fehlender Libido, Ein- und Durchschlaf-Problemen, Haarausfall, unreiner Haut u. v. m.

Auch für Frauen mit Kinderwunsch oder Schilddrüsenunterfunktion kann Hormonyoga als natürliche Unterstützung dienen.

Hormonyoga begleitet den Körper auf eine zarte Art und Weise wieder ins hormonelle Gleichgewicht zurück. Viele Frauen haben oft einen sehr getakteten Alltag. Hier bekommen Sie die Möglichkeit, sich wieder mehr mit ihrem Körper zu verbinden, die körpereigene Wahrnehmung zu erhöhen und die eigenen Grenzen zu erkennen.

Die Entspannungs-Übungen helfen zudem, das vegetative Nervensystem zu beruhigen, das im hektischen Alltag häufig überreizt und grenzwertig belastet ist. Stress ist ein großer gesundheitlicher Störfaktor und einer der Hauptverursacher für hormonelles Ungleichgewicht.

Im trubeligen Alltag ist Stressreduktion oft nicht in dem Ausmaß möglich, wie es dem Körper vielleicht guttun würde. Denn Stress zu reduzieren, kann dann möglicherweise bedeuten, weniger zu arbeiten, weniger die Kinder hin- und herzufahren, weniger für andere da zu sein… Meist ist das eine nahezu unmögliche Mission.

Hier kann Stressmanagement oder Stressbewältigung hilfreich sein. Einfache Achtsamkeits- oder Visualisierungsübungen, wie sie auch im Hormonyoga zum Einsatz kommen, können physisch und psychisch einen großen Unterschied machen.

Hormonyoga kann auf vielen Ebenen in Körper und Geist Gutes bewirken.

Wer kann Hormonyoga praktizieren?

Schon mit ca. 35 Jahren können die Eierstöcke ihre Hormonproduktion verlangsamen und sich die ersten Anzeichen von hormonellen Dysbalancen bemerkbar machen. Hormonyoga kann hier bereits proaktiv geübt werden.

Auch für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch, zu kurzen oder zu langen Zyklen, Menstruationsbeschwerden wie PMS (es gibt über 100 PMS Symptome!) oder Regelschmerzen, Haarausfall, unreiner Haut, Schlafproblemen, Schilddrüsenunterfunktion und vor, während und nach den Wechseljahren ist Hormonyoga eine wirkungsvolle und zugleich sanfte Unterstützung.

Wie oft sollte Hormonyoga geübt werden?

Hormonyoga sollte man auf jeden Fall regelmäßig üben. Wie oft das ist, hängt von der Art und Dauer der Beschwerden ab. Hierzu würde ich Rücksprache mit der Lehrerin und ggf. mit dem behandelnden Arzt halten.

Wann sollte Hormonyoga nicht geübt werden?

Hormon-Yoga sollte nicht geübt werden bei: hormonell bedingtem Krebs, starker Endometriose, Bluthochdruck, großen Myomen, starker Osteoporose, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, behandlungsbedürftigen Depressionen, in der Schwangerschaft, während der Menstruation, nach Operationen im Bauchraum (drei Monate Pause).

Halte bei Schilddrüsenüberfunktion Rücksprache mit der Yogalehrerin.

Wie auch im normalen Yoga empfiehlt es sich, bei behandlungsbedürftigen Krankheiten immer ein Arzt zu Rate zu ziehen und ggf. begleitend zur Behandlung zu üben.

Wenn du Interesse daran hast, Hormonyoga zu erlernen, wende dich an eine ausgebildete Hormonyoga-Lehrerin und lass dich 1:1, in einem Kurs oder in einem Workshop in die Techniken einführen.

Wirksamkeit

Ich habe selbst sehr berührende Erfahrungen mit Hormonyoga gemacht und auch meine Klientinnen spüren meistens schnell die wohltuenden Effekte dieser besonderen Yogapraxis. Viele der hormonellen Beschwerden mildern sich im Laufe der Wochen und Monate stark oder verschwinden gänzlich. Es haben auch schon einige „Hormonoyoga-Babys“ das Licht der Welt erblickt.

Die Wirksamkeit von Hormonyoga ist durch eine selbstdurchgeführte Studie von Dinah Rodrigues belegt. Hierzu hat man bei verschiedenen Teilnehmerinnnen vor Beginn der Hormonyoga-Praxis den Östradiol-Spiegel gemessen. Nach vier Monaten hat man den man dann nach vier Monaten regelmäßiger Praxis (16 x 30 Min Hormonyoga im Monat) erneut gemessen hat, mit dem Ergebnis, dass alle Teilnehmerinnen einen erhöhten Östradiol-Spiegel und keine bist fast keine Beschwerden mehr aufwiesen.

Mir wurde lange Zeit von meinen Ärzten lediglich die Pille oder eine Hormonersatztherapie vorgeschlagen, um meine Beschwerden (jahrelanges Ausbleiben der Periode) zu behandeln. Als ich dann mit einer Heilpraktikerin und mit Hormonyoga meine Periode zurückbekam, waren auch meine Ärzte überrascht.

Es lohnt sich immer, in die Eigenverantwortung zu gehen, zu recherchieren und natürliche Möglichkeiten auszuprobieren. Versteh mich an dieser Stelle bitte nicht falsch. Ich habe nichts gegen die Schuldmedizin. Ich wünsche mir aber, dass alternative Methoden mehr Raum und Zuspruch bekommen und dass die Ursachenforschung für Krankheit und Unwohlsein stärker in den Vordergrund rückt.

Autor

Astrid Nöhring

Yoga-Therapeutin, Hormoncoach für Frauen und Heilpraktikerin

Die Ärzte nehmen dich und deine Beschwerden nicht ernst oder bieten lediglich die Pille als Lösung für deine Probleme? Das kenne ich sehr gut. Über 20 Jahre litt ich selber unter starken hormonellen Probleme. Heute helfe ich anderen Frauen dabei, auf natürliche Weise in ihre Hormonbalance zu finden und ihren Wohlfühlkörper zu erschaffen.

Du kannst Dich mit ihr über Instagram (@astrid.noehring.vitalcoach) oder ihrer Website (www.astridnoehring.de) verbinden.

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