Yoga für Anfänger – In deine erste Yogapraxis starten

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Fast 10 Millionen Menschen haben im letzten Jahr in Deutschland Yoga praktiziert. Tendenz steigend! Allein in den vergangenen 5 Jahren sind 3 Millionen Menschen hinzugekommen. Yoga erhöht Deine Beweglichkeit, kräftigt die Stützmuskulatur und hat eine positive Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden. Worauf also noch warten? Wie sieht Yoga für Anfänger aus?

Was ist überhaupt Yoga?

Yoga ist eine über 3.000 Jahre alte Philosophie aus dem indischen Raum. Der Begriff „Yoga“ selbst hat jedoch viele Übersetzungen. Grundsätzlich kann man diesen als Einheit, Harmonie und Verbundenheit verstehen. Im heutigen Sprachgebrauch ist bei Yoga oftmals nur von Körperübungen, den sogenannten Asanas, die Rede. Zentraler Bestandteil des Yoga war ursprünglich die Meditation. Die Körperübungen kamen erst später hinzu, um den Körper entsprechend auf die Meditation und vor allem auf das lange Sitzen vorzubereiten.

Ziel des Yoga ist es Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Die Asanas helfen uns auf körperlicher Ebene unsere Balance zu finden und bereiten uns auf die Meditation vor. Auch Atemübungen (Pranayama) spielen eine wichtige Rolle. Sie fördern unter anderem die Konzentration, beruhigen ebenfalls den Geist und sind damit eine wundervolle Einstimmung auf die Meditation.

Je nachdem wo und wie du Yoga praktizierst, nehmen Meditation und Pranayama einen mehr oder weniger großen Platz in deiner Yogastunde ein. Für viele Menschen ist Yoga reine Fitness, aber es ist viel mehr als nur das – Yoga ist ein Lebensstil, eine ganzheitliche Praxis, die uns natürlich hilft, auch körperlich fitter und gesünder zu werden, aber vor allem zu uns selbst zu finden.

“Der Weg des Yoga ist einzigartig. Yoga ist einzig und allein eine Erfahrung und die muss man erleben, um sie zu kennen.” 

Patanjali

Die positiven Effekte von Yoga

Das Schöne am Yoga ist, dass es jede*r üben kann – egal wie alt du bist, welche Körperform oder welches Geschlecht du hast. Du kannst deine Matte fast überall ausrollen oder du übst Pranayama auf deinen Spaziergängen, nimmst dir bewusst Zeit zum Atmen zwischen den Meetings oder schließt mal kurz deine Augen, um zu meditieren. Du entscheidest was dir gut tut.

Egal, ob du mit Yoga startest, weil du Stress reduzieren möchtest, dein Rücken schmerzt oder du einfach einen Ausgleich brauchst, weil du den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt – Yoga hilft in jeder Lebenslage. Yoga ist Prävention und kann aber auch viele Beschwerden lindern. Es geht nicht darum alles perfekt zu machen, sondern es so zu üben, wie es sich für dich gut anfühlt. Yoga hat viele positive Effekte auf Körper, Geist und Seele.

Positive Wirkungen auf unseren Körper:

  • Fördert die Beweglichkeit, dehnt und kräftigt unsere Muskeln, Sehnen und Bänder
  • Wirkt verdauungsfördernd, weil unsere inneren Organe massiert werden
  • Es stärkt unsere Gelenke
  • Kräftigt die Rückenmuskulatur und kann somit Verspannungen abbauen, die Kopfschmerzen oder Migräne auslösen können
  • Verbessert unsere Atmung und kräftigt damit die Lunge
  • Yoga stärkt unser Immunsystem
  • Wirkt sich positiv auf unseren Schlaf aus
  • Verbessert unsere Haltung und stärkt das Körpergefühl

Positive Wirkungen auf unseren Geist:

  • Fördert unsere Konzentration
  • Erhöht unser Selbstbewusstsein
  • Lässt uns achtsamer und bewusster im Alltag werden
  • Fördert unsere Selbstreflexion und die Akzeptanz unserer eigenen Grenzen
  • Fördert Geduld und Mut
  • Wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus und beruhigt unseren Geist
  • Yoga schenkt uns Entspannung und reduziert damit das Stresslevel
  • Er reinigt unseren Geist und löst seelische Blockaden

Welche Yogastile gibt es?

Heutzutage gibt es viele verschiedene Yogastile, die jeweils ihre eigenen Schwerpunkte haben – von dynamischen, fließenden Bewegungsausführungen bis hin zu dem anhaltenden Fixieren von diversen Dehnpositionen ist für jeden das richtige dabei. Um herauszufinden, welche Yogapraxis am besten zu dir passt, probiere die verschiedenen Stile und auch verschiedene Lehrer*innen aus. Wichtig ist dabei, dass du einen begonnenen Kurs nicht direkt abbrichst, wenn er dir nicht mehr gefällt. Es benötigt Zeit, bis die Yogapraxis so richtig zu wirken beginnt. Die bekanntesten Yogastile sind hier aufgelistet:

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist ein traditioneller Yogastil. Im Hatha Yoga werden Asanas (ruhende Körperstellung), Pranayama (Vertiefung der Atmung) und Meditation praktiziert, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und die Polaritäten (Ha = Sonne, Tha = Mond) zu harmonisieren. Die Asanas werden etwas länger gehalten. Hatha Yoga ist ein geeigneter Stil für Anfänger durch den ganzheitlichen Ansatz.

Kundalini Yoga

Dieser Yogastil wurde vor allem durch Yogi Bhajan, ein Yogi und spiritueller Meister, in den 70er Jahren in den USA bekannt. Anders als im Hatha Yoga steht hier der körperliche Aspekt weniger im Vordergrund. Vielmehr geht es um die spirituelle Arbeit mit dem Ziel die Kundalini – eine Schlange, die am Ende unserer Wirbelsäule eingerollt schläft – zu erwecken. Sie steht für unsere Energie.

Yin Yoga

Beim Yin Yoga geht es um Entspannung und Loslassen. Die Übungen werden länger (3 – 6 min.) gehalten damit du tief entspannen kannst. Es ist eher ein passiver Yogastil. Die Haltungen werden durch Decken, Polster, Blöcke und Kissen unterstützt, so dass du bequem liegst oder sitzt und alles loslassen kannst, um den Fokus ganz nach innen zu richten.

Vinyasa Yoga

Beim Vinyasa Yoga werden die Asanas fließend aneinandergereiht und mit der Atmung in Einklang gebracht. Hier geht es vor allem darum Kraft und Stabilität aufzubauen, um innere Stärke zu erlangen.

Asthanga Yoga

Asthanga Yoga ist ebenfalls eine sehr kraftvolle und dynamische Praxis. Hier gibt es drei Serien, in denen es eine strikte Abfolge von Asanas gibt. Die Haltungen werden ebenfalls mit dem Atem in Einklang gebracht, um Hitze im Körper zu erzeugen und ihn zu reinigen. Asthanga Yoga ist gut geeignet für alle, die gern ins Schwitzen kommen und eine konstante Praxis bevorzugen.  

Iyengar Yoga

Dieser Stil geht auf B.K.S. Iyengar, einem indischen Yoga-Lehrer, zurück und ist stark angelehnt an Hatha Yoga. Im Iyengar Yoga geht es vor allem um Präzision und die korrekte Ausführung der Asanas. Hierfür wurden entsprechende Hilfsmittel entwickelt, wie Gurte, Yogablöcke, Kissen, Bolster etc., die die Asanas unterstützen. 

Jivamukti Yoga

Dieser Yogastil ist an Vinyasa angelegt und die Asanas werden sehr schnell und kraftvoll ausgeführt. Die Stunden stehen immer unter einem Thema, das Bezug auf die Yogaphilosophie steht. Das Singen von Mantren und Meditationen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Einen hohen Stellenwert nimmt Ahimsa – die Gewaltlosigkeit – in diesem Yogastil ein.

Aerial Yoga

Aerial Yoga ist ein relativ junger Yogastil und kombiniert Asanas mit Fitnessübungen, die mit Hilfe eines Tuches ausgeführt werden, das in der Decke befestigt ist. Durch die Unterstützung des Tuches können auch Haltungen ausgeführt werden, die am Boden nicht ausführbar sind. Aerial Yoga fördert die Beweglichkeit und Balance.

Das ist nur eine kleine Auswahl an Yogastilen. Es gibt noch weitere Yogastile wie, z.B. Akro-Yoga/ Partner-Yoga, Power Yoga, Business Yoga, Hormonyoga oder Hot/ Bikram Yoga. Probiere verschiedene Yogastile aus und lasse diese auf dich wirken. Du solltest das Gefühl haben, ihm völlig vertrauen zu können. Wenn du den richtigen Stil gefunden hast, kann deine Yogareise beginnen.

Tipps für Yoga-Anfänger

Zum Schluss möchten wir dir noch mit auf den Weg geben, wie auch du als Anfänger mit Yoga zur inneren Ruhe und Kraft kommen kannst.

  1. Fang an! Das klingt vielleicht stupide, aber fang einfach an zu üben. Du brauchst keine teure Matte oder extra Yogakleidung, sondern nur die Möglichkeit Dich auszuleben.
  2. Probiere dich aus! Schaue Videos, besuche ggf. ein Yogastudio oder buche verschieden Onlinekurse, um den Yogastil für Dich herauszufinden. Was fühlt sich für dich gut an? Womit fühlst du dich wohl und vor allem welcher Lehrer passt zu dir?
  3. Regelmäßigkeit! Du musst nicht immer eine Stunde üben, aber eine regelmäßige Praxis zahlt sich aus, um die positiven Effekte des Yoga wirklich zu spüren.
  4. Mach es dir gemütlich! Suche dir ein schönes Studio, wo du dich wohl fühlst, oder richte dir zu Hause einen schönen Ort ein, an dem du ungestört bist. Mehr brauchst Du gar nicht.
  5. Bleib bei dir! Wenn du in einer Gruppe praktizierst, bleib ganz auf deiner Matte. Wir können uns nicht vergleichen. Vergiss nicht, wir stehen alle an einem anderen Punkt in unserem Leben. Wir sind individuell. Unsere Körper sind unterschiedlich. Es geht nicht darum wer besser ist, sondern darum, deinen Blick nach innen zu richten und zu erkennen was dir guttut. Höre auf deine Intuition, dein Herz und spüre was du brauchst. Erkenne und respektiere deine Grenzen, aber versuche nicht deinen Verstand entscheiden zu lassen. Und denk daran, dass jeder Tag anders ist. Sei geduldig mit dir und anderen.

Yoga ist ein Lifestyle und es gibt keinen richtigen oder falschen Yogaweg. Finde deinen eigenen Weg zum und mit Yoga! Du bist individuell, Du bist einzigartig und so darf auch dein Yogaweg sein.

Autor

Katharina Dix

Mein Yogaweg begann als mich mein zweiter Bandscheibenvorfall innerhalb eines Jahres dazu gezwungen hat etwas in meinem Leben zu ändern. Was zu Beginn „nur“ Fitness für mich war, hat sich im Laufe der Zeit zu einer großen Leidenschaft entwickelt. Die ganzheitliche Gesundheit mit Yoga, Meditation und Ayurveda liegen mir sehr am Herzen und ich möchte damit so vielen Menschen wie möglich helfen wieder zurück zu ihrer wahren Natur zu finden.

Du kannst Dich mit ihr über Instagram (@katharinadix) oder ihrer Website (www.balance-with-ayurveda.com) verbinden.

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